BRASS ON MISSION in Kamerun

BRASS ON MISSION befand sich vom 03. bis 13.04.2010 auf einer Konzertreise in Kamerun. In Zusammenarbeit mit der Zentralafrika-Mission wurden während dieser 10 Tage verschiedene Auftritte in Douala und Bafoussam durchgeführt. Hier können Sie den Bericht lesen, den wir im April direkt aus Kamerun eingestellt hatten (beginnen Sie von unten).

 

    

Donnerstag 15.04.2010, 11:15 Uhr

BRASS ON MISSION ist zurück in Deutschland. Nach 50-stündiger Reise sind wir heute über Paris zurückgekehrt. Nur einige unserer Instrumente haben in Frankreich den Anschluss verpasst und wir hoffen, dass diese bis morgen nachkommen.
Hiermit endet nun unser Bericht über die Konzertreise nach Kamerun.

Mittwoch 14.04.2010, 4:00 Uhr

Unfreiwilliger Zwischenstop: Unser Flug von Douala nach Addis Abeba hatte 4,5 Stunden Verspätung, so dass wir nun einen kompletten Tag in Addis Abeba fest sitzen. Morgen Nacht geht es dann weiter nach Rom. Wann wir von dort nach Frankfurt kommen, ist noch offen.

Montag 12.04.2010, 21:30 Uhr

Nachdem wir nach zwei Tagen Strand und Sonne in Kribi wieder nach Douala zurückgekehrt sind, nähert sich das Ende unserer Reise. Heute Abend hatten wir in der Gemeinde in Douala einen Abschluss mit allen Beteiligten. Es wurde ein durchgehend positives Resumé gezogen und wir durften feststellen, dass der Herr auf unserer Reise stets dabei war, die Einsätze gesegnet hat und auch viel Bewahrung auf den langen Fahrten nach Bassoufam und Kribi geschenkt hat. Ebenso ist niemand ernsthaft krankgeworden oder anderweitig zu Schaden gekommen. Wir können daher überaus Dankbar für die Geschehnisse der letzten zehn Tagen sein.
Morgen früh um 9:30 Uhr beginnt der letzte Teil unserer Reise, der Rückweg nach Deutschland. Felix, Timo und Damaris sind übrigens schon wieder gut zurückgekehrt. Tobi, Anna-Maria und Benni werden noch ein paar Tage länger hier bleiben.
Damit ist dies nun der letzte Eintrag aus Kamerun. Wir danken Euch für Eure Unterstützung im Gebet!

Freitag 09.04.2010, 23:45 Uhr

Die Arbeit ist getan. Wir haben auch das sechste Konzert innerhalb von sechs Tagen gut und vollzählig über die Bühne gebracht. Vollzählig sei hier zu betonen, da heute doch einige mit ihrem Verdauungstrakt zu kämpfen hatten. Seit heute Morgen, den wir ja auf dem überdachten Kunstmarkt mit zähem Handeln verbracht haben, hatte es durchgehend geregnet. Der Regen hat aber dann doch noch sein Ende gefunden, und zwar in genau dem Moment, in dem wir die Bühne betreten haben. Die Bühne war ein kleiner LKW auf einem großen Fußballplatz, aber trotzdem mitten in dem Wohnviertel von Douala, in dem das nächste Emmaus-Bibelzentrum entstehen soll. Die Zuhörer fanden unter zwei großen Zelten Platz, so dass auch vor dem Konzert keiner im Nassen stehen musste. Es war ermutigend, zusehen, dass trotz des schlechten Wetters - die Einwohner liefen bereits mit dicken Pullovern und Jacken rum - auch hier Musik und Wort aufgenommen wurden. Wir hoffen, dass die etwas kränkelnden bis morgen wieder fit sind. Ansonsten gibt es nur noch zu berichten, dass unser Schlagzeuger das Schlagzeug im letzten Konzert demoliert hat und auf dem Weg zum Abendessen im griechischen Restaurant ein Handy gewaltsam den Besitzer gewechselt hat.
Unser Dienst in Kamerun ist nun zu Ende. Nun liegt es in Gottes Hand selbst, den vielen Menschen, die in diesen Tagen sein Evangelium auf öffentlichen Plätzen und in Gefängnissen gehört haben, nachzugehen.
Bis auf die drei Bläser, die morgen heim fliegen werden, wird die ganze Gruppe morgen zur Erholung für zwei Tage nach Kribi, an der Küste zwei Stunden südlich von Douala, aufbrechen und dort den Strand genießen.

Freitag 09.04.2010, 7 Uhr

Heute steht zunächst der Kunstmarkt auf dem Programm, bevor heute Nachmittag unser letztes Konzert am anderen Ende der Stadt steigt. Hierfür wurde ein Stadion angemietet und sowie ein LKW als Bühne. In den umliegenden Wohnbezirken wurden über 7000 Einladungen verteilt. Wir sind gespannt, was uns dort erwartet und was der Herr aus dieser Möglichkeit macht.

Donnerstag 08.04.2010, 19 Uhr

Nun sind wir zurück in Douala, nach einer sechsstündigen kulinarischen Reise von Bafoussam hierher. Zwei interessante Tage in Bafoussam liegen hinter uns. Nach einer langen und teilweise spannenden Fahrt mit unserem Luxus-Liner kamen wir am Dienstag Mittag in Bafoussam an, um nach einer kurzen Pause in unserem Quartier glaich am Nachmittag das erste Konzert auf dem Platz vor dem Rathaus in Angriff zu nehmen. Da die ganze Stadt durch den feinen roten Sand geprägt ist, waren wir sehr glücklich, dass es kurz zuvor noch einen leichten Regenschauer gab, der den Staub etwas gebunden hat. Zudem Konzert erschien eine stattliche Zahl von Zuhörern. So langsam haben wir herausgefunden, was die Einwohner hier in Kamerun anspricht und passen unser Programm und unseren Auftritt entsprechend bei jedem Konzert etwas an.

Am Mittwoch Morgen stand unser zweiter Auftritt in einem Gefängnis auf dem Programm. Das Gefängnis in Bafoussam ist der Einwohnerzahl entsprechend wesentlich kleiner, als das in Douala, aber die keinesfalls weniger haben sich die Gefangenen hier mitreißen lassen. Mehrere hundert waren auf dem Hof versammelt und ließen Musik, Moderation und Zeugnisse auf sich wirken. lassen. Im Anschluss an das Konzert wurden auch die Diplome an die Bibelkurs-Teilnehmer ausgehändigt. Die Begeisterung über das Programm war sohl den Gefangenen, als auch den Verantwortlichen im Gefängnis deutlich abzuspüren. Nach Verlassen des Gefängnisinneren wurden wir dann zunächst vom Gefängnisvorsteher zu einer Vorstellungsrunde in seinem Büro und anschließend zu einem Ei und Getränken in die Gefängnis-Bar eingeladen. Auch der Ortsvorsteher wollte dann nicht zu kurz kommen und so wanderten wir vom Gefängnis auch noch zu dessen Heim. Beziehungen sind den Leuten hier äußerst wichtig und so dauerte es bis in den Nachmittag hinein, bis wir diesen Bedürfnissen nachgekommen und für eine kurze Mittagspause zu unserem Quartier, einer katholischen Missionsstation, zurückgekehrt sind.

Zwei Stunden später sollten wir bereits wieder auf dem Platz vor dem Rathaus in Aktion treten. Auch diese Veranstaltung ging bis spät in den Abend hinein. Ein Konzert ist hier nie mit einem Schlussakkord beendet, sondern zieht immer noch eine Menge Reden nach sich. Zudem wurden auch hier einige Diplome der Emmaus-Bibelkurse an die Anwesenden ausgeteilt. Aber auch die Zuhörerzahl ist zum Vortag um einigiges angestiegen. Wir sind dem Herrn sehr dankbar für alles in Bafoussam erlebte, die neuen Kontakte, die sich dort ergeben haben und für Bewahrung auf den nicht ungefährlichen Fahrten zwischen Douala und Bafoussam. Weiterhin dürfen wir auch dankbar sein, dass bisher niemenad von unserer Gruppe krank geworden und alle einsatzfähig sind.
Den heutigen Tag werden wir im Deutschen Seemannsheim - hier treffen sich die Deutschen in Douala - etwas ruhiger ausklingen lassen.

Dienstag 06.04.2010, 6:30 Uhr

Aufbruch nach Bafoussam - Wir wollen heute gegen Mittag das ca. 5 Stunden entfernte Bafoussam erreichen. Dort sollen wir am späten Nachmittag ein Konzert auf dem Rathaus-Platz geben. Morgen Vormittag werden wir dann auch dort im Gefängnis zu Gast sein und später noch ein weiteres Konzert auf dem Rathausplatz geben.

Montag 05.04.2010, 23 Uhr

Heute vormittag waren wir im Zentralgefängnis von Douala. Nach dem wir abgetastet und durchsucht worden waren (wir sollten möglichst nichts unnötiges wie Uhren, Schmuck, Handy... mitnehmen) wurden wir auf den Gefängnishof geführt, wo schon mehrere hundert Gefangene auf uns warteten. Das Konzert wurde von der Emmaus-Arbeit organisiert, welche in vielen Gefängnissen in Kamerun die Bibelkurse verteilt und die Gefangenen 1x pro Woche besucht. Da diese Arbeit seit 24 Jahren besteht, gibt es gute Kontakte zur Gefängnisleitung, welche merkt, dass die Gefangenen sich durch die Kurse positiv verändern. Unter einem Sonnendach haben wir dann unsere Notenständer aufgebaut. und unser Konzert gegeben. Das Spielen der Nationalhymne Kameruns als erstes Stück hat dabei das Eis gebrochen und natürlich haben den Afrikanern vor allem die fetzigen Stücke gefallen. Einige von uns haben ein Zeugnis gegeben und nach dem Konzert gaben auch zwei Häftlinge die Jesus gefunden hatten Zeugnis. Der eine von Ihnen ist zu 50 Jahren Haft verurteilt und berichtete von seiner Freude in Jesus! Nach dem Konzert wurden noch einige Diplome an Bibelschüler auf dem Gefängnishof verliehen und die afrikanischen Geschwister haben nochmal richtig Stimmung mit ihrer Musik gemacht. Schließlich bekamen die Gefangenen noch ein Buch geschenkt, etwas Essen und einen Fußball aus Deutschland. Bei der Verteilung der Bücher gab es aber auch etwas Gerangel, so dass wir doch froh waren, nachdem wir wieder aus dem Gefängnis raus waren.

Nachmittags konnten wir noch ein Grundstück der Gemeinde besichtigen, auf dem verschiedene Pflanzen (Ananas, Maniok, Ölpalmen, Bananen, ...) angebaut werden und eine Schweinezucht betrieben wird. Das alles soll langfristig dazu führen, dass die Emmaus-Arbeit von Spenden aus Europa unabhängig wird. Auf dem Grundstück wohnen außerdem einige Blinde, die dort angelernt werden mitzuarbeiten und so eine Existenzgrundlage bekommen.

So jetzt gehts aber gleich ins Bett, da wir morgen um 6:30 nach Bafoussam aufbrechen, werden und abends dort ein Konzert auf dem Rathausplatz geben werden.

Sonntag 04.04.2010, 23 Uhr

Nach einem sehr ereignis- und eindrucksreichen Tag sind wie eben in die Missionsstation, in der wir hier in Douala Quartier bezogen haben, zurückgekehrt. Der Morgen begann mit einem faszinierenden und sehr lebendigen Gottesdienst, an dem wir  uns mit Musik, Vorstellung und Predigt beteiligen durften. Zur Begrüßung hatten verschiedene Teams der Gemeinde Musikbeiträge und ein Theaterstück in deutscher Sprache vorbereitet, sodass der Gottesdienst sehr abwechslungsreich und natürlich mit drei Stunden auch eher lang war :-) Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und eine gesegnete Gemeinschaft mit der Gemeinde.

Nach dem Mittagessen haben wir dann in einem öffentlichen Saal in der Nähe unser erstes Konzert gegeben. Die Band der Gemeinde gab zunächst ein Vorprogramm und nachdem noch zahlreiche Zuhörer angelockt und mit Lobpreismusik eingestimmt worden waren, haben wir dann unsere Stücke gespielt, umrahmt von französischer Moderation durch Hartmut von der ZAM und einigen Zeugnissen unserer Bläser. Anschließend gab es noch eine Vorführung der Gemeindemusiker (die Zuhörer brauchten dann doch noch ein bisschen tanzbare Musik :-)  ) eine evangelistische Andacht sowie ein Abschlussgebet. Es ist faszinierend zu sehen, wie klar hier das Evangelium verkündet werden kann und auch jeder Gastzuhörer erwartet, dass Gebet und Botschaft Teil des Programms sind. Beeindruckend ist auch, dass die Kameruner anscheinend beliebig zuhören können, denn während des dreistündigen Programms machte eigentlich niemand Anstalten, das Gelände vorzeitig zu verlassen - und die gemeindefremden Zuhörer wurden auf ca. 150-200 Personen geschätzt - Preist den Herrn!

Morgen früh um 9 Uhr geht wieder los. Wir werden um 10 Uhr im Hauptgefängnis von Douala erwartet und dürfen dort 2-3 Stunden im Innenhof konzertieren - Das ist wieder eine tolle Gelegenheit, allerdings sind die Geschwister hier vor Ort auch noch etwas unsicher darüber, wie das organisatorisch und vor allem sicherheitstechnisch gut über die Bühne gehen wird. Wir sind gespannt!

PS: Bilder von heute reichen wir nach, sobald wir einen Kartenleser aufgetrieben haben...

Sonntag 04.04.2010, 7:30 Uhr

Der HERR ist auferstanden!

Wir wünsche von hier allen ein frohes und gesegnetes Osterfest.
Ein aufregender Tag steht vor uns.

Samstag 03.04.2010, 21 Uhr

Heute Abend waren wir zum ersten Mal in der Gemeinde in Douala, die gleichzeitig auch die nationale Zentrale für die Bibelkurs-Arbeit der Zentralafrika-Mission darstellt.
Wir wurden auch hier von einer großen Zahl Gemeindeangehöriger empfangen und mit einem grandiosen Abendessen bedacht.
Die Werbetrommeln für die Konzerte sind in den letzten Wochen sowohl hier in Douala, als auch in Bafoussam kräftig gerührt worden. Morgen werden wir in einem großen Saal gegenüber des Gemeindezentrums spielen, wofür in der direkten Umgebung über 4000 Einladungen verteilt wurden. Wir sind gespannt, wieviele morgen dort auftauchen werden.

Samstag 03.04.2010, 15 Uhr (MESZ -1h)

Nach einer 15-stündigen Reise haben wir Douala erreicht und unser Hauptquartier bezogen. Es gab auf der Reise keinerlei Verlusste. Am Flughafen wurden wir von einer Schar Gemeindeangehöriger freudig empfangen.
Unsere letzte Trompeterin wird mit einem anderen Flug heute Abend eintreffen.